Beispielgebend: Naturerlebnisbades Glatten

Von einem interessanten Gespräch können Winfried Asprion, Kreisvorsitzender und Landtagskandidat der Grünen im Kreis Freudenstadt und seine Co-Kreisvorsitzende Esther Kießling berichten. Sie trafen dieser Tage Claudia Lenz, 1. Vorsitzende des Naturerlebnisbads in Glatten.

Frau Lenz berichtete darüber, aus welchen Anfängen sich das Bad zu seiner heutigen Größe entwickelt hat. Fast 1.600 Mitglieder nutzen diese tolle Freizeitanlage und tragen daher bei, dass dieses Bad auch erhalten werden kann. Durch Zahlung eines jährlichen Mitgliedsbeitrages (58 Euro für Erwachsene, 120 Euro Familienbeitrag) ist es möglich, anschließend das Bad jederzeit kostenfrei zu nutzen. Dies in der Öffnungsperiode in der Zeit von 5 Uhr morgens bis 22 Uhr abends.

6 Vorstandsmitglieder kümmern sich um das Bad. Alle Mitglieder bleiben aber aufgefordert „ihr“ Bad in Schuss zu halten und bei Maßnahmen zu helfen und evtl. auch einen Vorstandsposten mit zu übernehmen. Frau Lenz berichtete, dass bei Pflegemaßnahmen im Bad auch mal 50 Personen da sein können, um zu helfen.

Auf Nachfrage, ob Wasser aus dem neben dem Bad verlaufenden Lauterbach entnommen werden kann, verneinte Frau Lenz dies. Es muss teures Leitungswasser eingesetzt werden, da das Gesundheitsamt den Verdacht auf Kontamination mit Keimen im Bach hegt, diese Kontamination bisher aber nicht einmal nachgewiesen werden konnte. Vielleicht sollte hier die Entscheidung noch einmal überdacht werden.

Im Übrigen darf darauf hingewiesen werden, dass die Qualität des Badewassers von der Deutschen Gesellschaft für naturnahe Badegewässer mit „sehr gut“ benotet wurde.

Da im Bad kein Chlor eingesetzt wird, ist kein Bademeister erforderlich. Die Beckenaufsicht wird von vereinseigenen Rettungsschwimmer*innen gewährleistet.

Mit Mondscheinbaden und Festen versucht der Verein, finanzielle Mittel für immer wieder anfallende Sanierungsarbeiten aufzubringen. Rund 150.000 Euro wurde erst vor einiger Zeit in die grundlegende Modernisierung des Umkleidebereichs investiert. Die Gemeinde Glatten bringt sich mit einem Festbetrag ein. Die finanzielle Basis des Vereins bezeichnete Frau Lenz als solide.

Auch in der Zwischenzeit des ersten und des zweiten Lockdowns hatte das Bad geöffnet, da die Vorstandschaft ein vorbildliches und dann auch von staatlichen Behörden abgenommenes Hygienekonzept aufgestellt hat, welches zu Nachfragen von anderen Bädern führte. 

Das vorbildliche Konzept führt mittlerweile zu Nachfragen anderer Bäder.

Esther Kießling und Winfried Asprion dankten Frau Lenz für den interessanten Einblick in die Struktur und den Ablauf des Naturerlebnisbades Glatten und bezeichneten die Einrichtung als beispielgebend.

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