Darum GRÜN! Folge 5 – Energie & Mobilität

Wer Grün wählt, stimmt für

  • bezahlbaren, ökologischen Wohnraum für alle
  • einen starken, gut ausgebauten ÖPNV, die Verdopplung des öffentlichen Verkehrs bis 2030 sowie einen konsequenten Ausbau der Fahrradinfrastruktur
  • ein Jahresticket, das vor Ort nicht mehr als einen Euro pro Tag kostet (zwei Euro in der Region und drei Euro im ganzen Land)
  • eine Investitionsoffensive für klimafreundliche Fahrzeuge und Infrastruktur
  • ein klimaneutrales Baden-Württemberg – für Klimaschutz und Energiewende
  • die Stärkung von biologischer Vielfalt und Naturschutz
  • den konsequenten Ausbau grüner Energie aus Sonne, Wasser und Wind Wohnraum für alle – bezahlbar und klimaneutral

Wir Grüne wollen lebendige Dörfer und lebenswerte Städte! Dazu brauchen wir eine sorgfältige Raumplanung und Siedlungsentwicklung. Sie muss den Marktkräften einen Rahmen setzen, Erneuerung ermöglichen und Investitionen anziehen. In der nächsten Wahlperiode wollen wir den täglichen Flächenverbrauch für Siedlungszwecke auf drei Hektar pro Tag begrenzen. Dazu werden wir in Modellregionen handelbare Flächenausweisungs- zertifikate erproben. Die heute mögliche Baugebietsausweisung mit beschleunigtem Verfahren und ohne Umweltprüfung nach Paragraf 13b Baugesetzbuch lehnen wir in der derzeitigen Form ab. Eine klimagerechte Mobilität für alle ist in unserem Land erreichbar Wir wollen eine ambitionierte, klimataugliche Verkehrspolitik. Dazu haben wir für das Land ambitionierte Ziele formuliert: eine Minderung der CO2-Emissionen im Verkehr um 40 Prozent bis 2030, die Verdopplung des öffentlichen Verkehrs, die Reduzierung der mit dem Auto zurückgelegten Strecken um ein Drittel. Jedes dritte Auto soll bis dahin klimaneutral fahren, jeder zweite Weg zu Fuß oder mit dem Fahrrad zurückgelegt werden und jede dritte Tonne im Güterverkehr klimaneutral transportiert werden.

Nutzung von Bus und Bahn bis 2030 verdoppeln

Wir werden im ganzen Land den Mindeststandard des Stundentakts von 5 bis 24 Uhr umsetzen und auf vielen Strecken den Halb- oder Viertelstundentakt realisieren.Bis zum Jahr 2030 können dann die allermeisten Bus- und Bahnfahrgäste in Baden-Württemberg mindestens im Halbstundentakt fahren. Wir wollen dazu die Kapazitäten weiter ausbauen und den ÖPNV zur Pflichtaufgabe von Kommunen machen.

Wir machen den Autoverkehr schnellstmöglich klimaneutral

Wir werden schlagkräftig dazu übergehen, die öffentliche und private Ladeinfrastruktur zu fördern. Wir brauchen zwei Millionen private und öffentliche Ladepunkte. Um diese enormen Investitionen leisten zu können, müssen wir die Bauherr*innen in die Pflicht nehmen. Dank der Landesförderung für das SAFE-Ladenetz gibt es bereits heute in Baden-Württemberg mindestens alle zehn Kilometer eine Ladesäule.

Güterverkehr auf Klimaschutz-Kurs bringen

Die Güterbahn muss weiter gefördert werden. Wir werden das Schienennetz ertüchtigen und es weiter elektrifizieren. Wir wollen Schienenanschlüsse für große Gewerbegebiete (wieder)herstellen und mit Umschlagplätzen für Lkw kombinieren.

Bis 2030 soll jede dritte Tonne klimaverträglich transportiert werden: mit Bahn, Binnenschiff, E-Lkw oder regenerativem Kraftstoff.

Wir denken Klimaschutz und wirtschaftlichen Erfolg zusammen

Deshalb soll Baden-Württemberg schnellstmöglich klimaneutral werden und die Treibhausgas- Emissionen in den unmittelbar vor uns liegenden Jahren besonders stark senken. Wir wollen unseren Beitrag dafür leisten, die globale Erhitzung unterhalb des kritischen Werts von 1,5 Grad zu halten.

Wir wollen einen Klimavorbehalt für alle Förderprogramme des Landes einführen und künftig alle Vorhaben und Gesetze auf Landesebene auf ihre Klimaverträglichkeit prüfen.

Mehr klimafreundliche Erneuerbare Energien

Wir werden die Pflicht für Photovoltaik-Anlagen auf neue Wohngebäude ausdehnen. Bislang gilt sie für Nicht-Wohngebäude. Wir werden wir diese Pflicht auf Bestandsgebäude ausweiten, wenn einegrundlegende Dachsanierung ansteht.

Wir werden die Windkraft auf allen geeigneten Flächen im Staatswald ausbauen, ebenso in der Fläche. So könnten über 1000 neue Anlagen entstehen. Wir werdenalle Freiflächen, landwirtschaftlich genutzten Flächen und geeignete Baggerseen prüfen, ob wir dort die Solarenergie ausbauen können. Allein Freiflächen-Photovoltaik hat ein Ausbaupotenzial von etwa 385.000 Hektar,das wir erschließen wollen.

Energie in Bürger*innen-Hand!

Wir stehen dafür ein, dass die Energiewende für alle Bürger*innen im Land zur Erfolgsgeschichte wird. Energie, die vor Ort dezentral in Bürgerhand erzeugt wird, und die finanzielle Beteiligung von

Anliegerkommunen bei Windkraft- und Freiflächen-Photovoltaik-Projekten schaffen Akzeptanz, stärken die Resilienz im Energiesystem und sorgen für Wertschöpfung bei vielen Bürger*innen und Gemeinden.

Dazu noch der passende Film dazu:

Enkeltauglicher Landkreis

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