Darum GRÜN! Folge 7 – Gesundheit

Wer Grün wählt, stimmt für

  • eine flächendeckende Gesundheitsversorgung aus einer Hand, damit Menschen in Stadt und Land nachhaltig vor Ort versorgt werden
  • einen starken Öffentlichen Gesundheitsdienst, weil Gesundheit nicht vom privaten Geldbeutel abhängen darf
  • Investitionen in den Krankenhausbau, um unsere Krankenhäuser für die Zukunft fit zu machen
  • bessere Unterstützung und Beratung, damit pflegende Angehörige entlastet werden
  • mehr Personal und gute Arbeitsbedingungen in der Pflege
  • eine starke Interessenvertretung der Menschen mit Behinderungen

Vorsorge ist besser als Nachsorge

Die Gesundheit erhalten und Erkrankungen vorbeugen – das steht für uns Grüne im Fokus unserer Gesundheitspolitik. Pandemien und Viren machen nicht an Grenzen halt. Deshalb gilt es, verstärkt europäisch zu denken. Wir brauchen eine optimierte, grenzüberschreitende Gesundheitsplanung mit unseren europäischen Nachbar*innen. So können wir personelle Ressourcen und die Gesundheitsinfrastruktur gemeinsam flexibel nutzen. Wir setzen uns dafür ein, dass Maßnahmen zur Unterstützung des Immunsystems und zur Förderung der Selbstheilungskräfte im Sinne einer guten Gesundheitsvorsorge und zur Entlastung der Gesundheitssysteme stärker als bisher gefördert werden. Gute Präventionsarbeit begleitet Menschen durch das ganze Leben. Je älter wir werden, desto wichtiger ist Gesundheitsvorsorge. Um das Risiko von Pflegebedürftigkeit im Alter zu reduzieren, kommt der geriatrischen Versorgung eine hohe Bedeutung zu. Wir werden die Behandlungskapazitäten der geriatrischen Zentren ausbauen.

Grüne Investitionen in den Krankenhausbau – ökologisch, digital, inklusiv

Noch nie hat das Land so viel in den Neubau von Krankenhäusern investiert wie unter der grün- geführten Landesregierung. Diesen Weg wollen wir weitergehen und die Investitionen in den Krankenhausbau deutlich erhöhen. Krankenhäuser sind Orte der Daseinsvorsorge, die zunehmende

Kommerzialisierung in diesem Bereich lehnen wir ab. Wir unterstützen es, Krankenhäuser in kommunaler Trägerschaft zu erhalten. Wir Grüne stellen die Krankenhausversorgung in Baden- Württemberg in Stadt und Land sicher.

Pflegende Angehörige stärken

Wir wollen in der Gesellschaft ein stärkeres Bewusstsein dafür schaffen, welche Belastungen pflegende Angehörige schultern müssen und welche Unterstützung sie brauchen.

Noch immer gehen Menschen, die erkrankte Angehörige pflegen, ein finanzielles Risiko und wirtschaftliche Abhängigkeiten ein. Tatsächlich aber hat ihr Engagement eine hohe gesellschaftliche Relevanz. Wir Grüne werden uns im Bund dafür einsetzen, dass pflegende Angehörige eine starke und faire soziale Absicherung bekommen, die der gesellschaftlichen Bedeutung ihrer Tätigkeit entspricht.

Uns Grünen ist bewusst: Gute Pflege kostet Geld. Für viele Pflegebedürftige und deren Angehörige ist das Armutsrisiko real. Oft sind die Kosten, die Betroffene als Eigenbeteiligung für Pflegeleistungen aufbringen müssen, nicht verlässlich vorhersehbar. Das bringt so manche*n an den Rand des finanziellen Ruins. Wir wollen: Nicht die Kassenleistungen, sondern der Eigenanteil der Versicherten muss gedeckelt werden. Denn qualitativ hochwertige Pflege muss für jeden Menschen erreichbar und bezahlbar sein.

Leistung der Gesundheitsberufe anerkennen und die Pflege stärken!

Wer mit und an Menschen arbeitet, muss endlich die gesellschaftliche und finanzielle Anerkennung bekommen, die sie*er auch verdient! Das bedeutet für uns Grüne, dass wir uns dafür einsetzen, dass insbesondere die Pflegeberufe künftig deutlich besser bezahlt werden. Das Fachpflegepersonal im Krankenhaus, im Rettungsdienst oder in der Altenpflege leistet einen enormen gesellschaftlichen Beitrag. Wir Grüne wollen diese Berufe aufwerten und auf Landesebene gute Arbeits- und Rahmenbedingungen für alle Pflegenden schaffen – egal ob sie zu Hause oder in Pflegeheimen tätig sind.

Ausbildungsvergütung statt Schulgeld: Bislang müssen viele junge Menschen, die im Gesundheitswesen arbeiten wollen, in ihrer Ausbildung Schulgeld bezahlen. Obwohl das Interesse und der Bedarf an Logopäd*innen, Podolog*innen, Ergo- und Physiotherapeut*innen vorhanden ist, schrecken die Gebühren viele junge Menschen. Wir wollen die Attraktivität der Gesundheitsfachberufe steigern. Das Schulgeld werden wir für alle Heilberufe abschaffen und eine Ausbildungsvergütung einführen.

Schließlich wollen wir in der Pflege auch einjährige Ausbildungswege fördern, damit die Fachkräfte besser entlastet werden. Pflege muss für alle bezahlbar sein. Die teilweise horrenden Preise der Leasing-Agenturen und freier Pflegekräfte sehen wir deshalb kritisch.

Dazu ein kurzes, persönliches Gespräch mit Elisabeth Gebele:

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