NABU-Wanderung im Großen Hau

Am Sonntag, den 02.08.20 fand nachmittags eine naturkundliche Führung durch den Großen Hau durch die NaBu-Ortsgruppe statt.

Die Wanderung führte vorwiegend abseits der bekannten Wege durch den artenreichen Großen Hau, der das größte Naturschutzgebiet des Kreises Freudenstadt, das Naturschutzgebiet Dießener Tal und Seitentäler, mit dem Fauna-Flora-Habitat-Gebiet Freudenstädter Heckengäu vernetzt. Besichtigt wurde die große Baumartenvielfalt in unterschiedlichen Altersklassen, die besonders abwechslungsreiche Waldbilder generiert, die oberirdische Geländemodulation eines Dachsbaus, eine Doline inmitten eines Farnmeeres, die ehemalige Lothar-Sturmwurffläche, die sich zu einem fast unberührten Wald im Wald entwickeln konnte, verschiedende Orchideen und als Schwerpunktthema die für die Biodiversität wichtigen wie Inseln im Wald versteckt liegenden Habitatbaumgruppen mit Höhlenbäumen. Weiterhin wurden in diesem Zusammenhang auch die Wichtigkeit des Totholzes und die Symbiose zwischen Pilzen und Pflanzen, die Mykorrhizapilze, thematisiert. Da die Führung leider durch Regen begleitet war – was andererseits einen besonderen Eindruck des Waldes verschaffte – haben sich Schmetterlinge der über 20 Tagfalterarten, die hier heimisch sind, leider nicht sehen lassen. Die Führung leitete die TeilnehmerInnen dann zum versteckt liegenden Highlight der Wanderung: dem Waldbiotop mit den »ältesten, artenreichsten, erhabensten und schönsten Bäumen des Waldes«, so der Nabu.

Sichtbar wurde, dass ein naturnaher Wald eine wichtige Funktion auch hinsichtlich der Herausforderungen des Klimawandels hat und für den Menschen eine einzigartige Regenerationsmöglichkeit bereithält. 

Mit Frau Waltraud Göttler hatte die Gruppe eine hoch informierte und engagierte Vermittlerin des Waldgeschehens, die ihr fulminantes Wissen in verständlicher Form weitergeben konnte. Dies bezeugte auch der Beifall am Ende der Führung, die mehr Besucherinnen und Besucher verdient hätte, was aber aufgrund der Pandemie leider nicht möglich war. Ein großes Dankeschön an Frau Göttler und die NaBu-Gruppe.

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