Photovoltaik-Veranstaltung im Klostersaal in Horb

Ein informativer Abend zum Thema Photovoltaik fand im Horber Kloster statt.

Nach einer Einführung durch den Vorsitzenden des grünen Kreisverbandes Freudenstadt und Landtagskandidaten Winfried Asprion führte Simon Hänel, Geschäftsführer der auf Photovoltaik spezialisierten Firma Lizergy aus Freudenstadt durch den Abend.

Nach einer Vorstellung seiner Firma und deren Wirkungskreis ging Herr Hänel stark auf Möglichkeiten der Stromerzeugung durch Photovoltaik in Privathaushalten ein und zeigte verschiedene Fördermöglichkeiten hierfür auf.

Ein besonderer Teil seines Vortrages beschäftigte sich mit der Novellierung des EEG:

Die Solarwirtschaft kritisiert die geplante Reform des Erneuerbare-Energien-Gesetzes scharf. Sie bringe den Weiterbetrieb tausender Solaranlagen in Gefahr.

„Wir brauchen ein Solarbeschleunigungsgesetz und keine neuen Marktbremsen”, sagte Simon Hänel. Er warnte vor einem Markteinbruch bei der Errichtung neuer Photovoltaik-Dächer. Einem Gutachten zufolge verstoße die EEG-Novelle gegen Europarecht.

Kritisiert werden vor allem Pläne, selbst genutzten Solarstrom weiterhin mit der EEG-Umlage zu belegen. Die Rede ist von einer „Sonnensteuer”. Dies verstoße gegen eine EU-Richtlinie zur Förderung der Nutzung von Energie aus erneuerbaren Quellen, das geht aus dem Gutachten einer auf Energierecht spezialisierten Berliner Anwaltskanzlei im Auftrag des Verbandes hervor.

Hänel sagte, ein großer Teil der heute installierten Solarstromanlagen sei mit der Intention gebaut worden, den eigenerzeugten Solarstrom selbst zu nutzen und somit unmittelbar an der Energiewende zu partizipieren. Durch die Novelle drohe aber nun, dass Tausende Solarstromanlagen außer Betrieb genommen werden.

Die „Sonnensteuer“ zähle zu den größten Hürden für den Weiterbetrieb von einigen Hunderttausend Solarstromanlagen, die nach 20 Jahren aus der Solarförderung fallen, so Hänel. Sie behindere die Nachrüstung alter Solarstromanlagen mit Batteriespeichern, E-Tankstellen und Wärmepumpen sowie die Errichtung neuer Solarstromanlagen. Die EEG-Umlage sei nicht zur finanziellen Belastung derer eingeführt worden, die in Photovoltaik investieren und selbst erzeugten Solarstrom auch selbst nutzen wollten.

Die Große Koalition wird in dieser Hinsicht ihrem Ruf gerecht: Viel vollmundig ankündigen und extrem schlecht umsetzen. Sollte die Abschaltung vieler PV-Anlagen kommen, hat sich der Lobbyismus der großen Stromversorger in Deutschland wieder einmal gegen den gesunden Menschenverstand und volkswirtschaftlich sinnvolle Energieerzeugung durchgesetzt.

Der Abend endete aber versöhnlich mit der Aussage von Hänel: „Photovoltaik lohnt sich“.

Mit einem Dank an Simon Hänel und den Organisator des Abends, Lutz Weinbrecht wurde ein interessanter und informativer Abend abgeschlossen.

Hier dazu das Presseecho des Schwarzwälder Boten:
https://www.schwarzwaelder-bote.de/inhalt.horb-a-n-strom-vom-eigenen-dach-am-billigsten.425ca180-8573-4743-af45-47311b87f587.html

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